
Lucas Pinheiro Braathen (Atomic) hat es geschafft. Am Sonntag schrieb der 25-Jährige unter Flutlicht in Lappland Geschichte, indem er als erster brasilianischer Skirennläufer überhaupt einen Podestplatz im Audi FIS Weltcup erreichte.
Dreizehn Monate nach seiner Rückkehr in den Sport, um das Heimatland seiner Mutter zu vertreten, fand ein unbeschwerter und sichtlich zufriedener Pinheiro Braathen gegen den gefürchteten Finnen Levi Black eine Kombination aus Geschwindigkeit, Genauigkeit und Gelassenheit, die niemand übertreffen konnte.
Pinheiro Braathen kann ganz er selbst sein und alle Facetten seines Charakters und seiner Kultur auf die Piste bringen. Er ist zweifellos einer der aufstrebenden neuen Sportstars Brasiliens.
Lucas Pinheiro Braathen:
Es ist ein Sieg für mich, für Brasilien, für die Individualität. Glaube an deine Superkraft.
Pinheiro Braathen, der seinen Wunsch, den alpinen Skisport über seine traditionellen Grenzen hinaus zu erweitern, offen zum Ausdruck brachte, brachte in der letzten Saison den brasilianischen Samba auf mehrere schneebedeckte Podien, doch diesmal schien die Emotion, endlich die Siegerbarriere durchbrochen zu haben, keine Energie mehr zum Tanzen zu lassen.
Stattdessen sank Lucas Pinheiro Braathen langsam in den Schnee, blickte sich ungläubig um und streckte dann schließlich die Arme aus und brüllte:
„Vamos Brazil.“

Bildmaterial: FIS Alpine
